Bregenzerwälder Bergheu

Bregenzerwälder Bergheu 

Stammt aus dem Hochalpengebiet Pfaffenboden oberhalb Aeschach im Mittel Bregenzerwald. Ein kostbares Berggut, seit vielen Generationen von der Bergbauernfamilie mit bestem Wissen und Gewissen bewirtschaftet. 

Ein seltenes Kleinod, das 1986 zu den schützenswerten Biotopen ( Biotopnummer 2009) Vorarlbergs gereiht wurde. 

Detaildiagnose:

Aartenreiches Kalkflachmoor . Der zu schützenden Heilplanzenliste für dieses Gebiet sind 20 Sorten zu entnehmen.

Penibel wird von der bewussten und beherzten Bergbauernfamilie darauf geachtet, dass keinerlei Kunstdünger oder naturfremde Substanzen in Bodenkontakt geraten. Das teilweise steil dem Berg angelehnte Gelände wurde ebenfalls erhalten und dadurch wird "unser Bergheu" der Sonnenenergie im bestmöglichsten Winkel dargeboten. Was dies bei der händischen Ernte allerdings an leistungssportlichem Einsatz erfordert, wurde uns bei der diesjährigen Bergheuernte am eigenen Körper mehr als bewusst. Wir spürten es noch Tage danach. Es wird uns auch bei jeden Kissen bewusst, das wir ebenfalls nur in Handarbeit mit dem duftenden Bergheu unserer Heimat befüllen und auf den Weg zu unseren Kunden schicken.

Wir sind uns sicher, dass diese positive Energie, diese Kraft und Freude der Arbeit mit der puren Natur ebenfalls mit auf die Reise geht und besonders wirkt.

Ernte, Trocknung, Wirkung:

Bergheu, von Natur aus Bio, angereichert mit ebenfalls in heimischen , hohen Regionen gewachsenen Wildkräutern. Wiederstandsfähig durch die oftmals rauhen Witterungseinflüsse, dann wieder sanft gestreichelt von der Gebirgssonne und mit Sonnenenergie geladen.

Unsere Almwiesen werden ausschließlich handgemäht, da die steile Hänge und das felsige Gelände den Einsatz von Maschinen ausschließt. Getrocknet ist dieses Bergheu mit seinen Gräsern, Blüten und Kräutern von hohem gesundheitlichem Wert. Die Heilpflanzen sind im jährlichen Heuschnitt voll enthalten. Um den Artenreichtum zu erhalten, ist es gesetzlich verankert, diese Almwiesen nur einmal jährlich zu mähen. Die Trocknung erfolgt durch reine Sonnenenergie, durch oftmaliges Wenden mit der Heugabel am Hang

Seit dem Mittelalter ist bekannt, dass sich die Senner, nachdem sie einen Sommer lang auf der Alm im Heu gelegen sind, sich jeglicher rheumatischer Beschwerden entledigen konnten. Daraus entwickelten sich bereits im letzten Jahrhundert die ersten "Heubäder" als Kureinrichtungen für Bergurlauber. Unsere Natur und Bergwelt ist IN! Nicht nur das, noch nie ist Nostalgie, Bergbauerndasein und die Einfachheit des Landlebens auf soviel Bewunderung und Nachahmung gestoßen, wie im momentanen Trend . Man kann einer naturverbundenen Lebenseinstellung schon beinahe therapeutische Zwecke zuordnen. Und dies ist erst der Beginn einer bodenständigen Entwicklung. Wohntherapie-gesundes Daheim !

Wir lieben die Arbeit damit und achten den Wert der Materialien, die unsere Natur uns zur Verfügung stellt.

Wir danken unserer befreundeten Bauernfamilie für die wunderbare Zusammenarbeit und das wertvolle Füllmaterial , das wir eigenhändig miternten durften und dadurch den wahren Wert einmal mehr zu schätzen wissen.

Wo "was" gewachsen ist :

Als fünfköpfige Kinderschar, geboren auf dem Sonderdach bei BEZAU ( über 1200 m dem Sonnendach des Bregenzerwaldes) , hatten wir Berg Kinder über die gesamte Kindheit über das Privileg, die Natur als unsere Spiel- und Lernwiese zu genießen. Unsere Eltern waren beruflich von Morgens bis oftmals spät in die Nacht damit beschäftiget, den zahlreichen Gästen, die unser kleines, abgeschiedenes Paradies besuchten, den Aufenthalt kulinarisch und gastronomisch so angenehm wir möglich zu gestalten. Sie besaßen wohl damals bereits die Feinfühligkeit, den Touristen sowie uns Kindern die Schönheiten der Natur, den sorgfältigen Umgang damit und vor allem die Wertschätzung der Ressourcen glaubhaft darzustellen und damit prägenden Einfluss auszuüben. Dass manchmal für uns Kinder dabei wenig Zeit blieb, störte uns nicht. Im Gegenteil, wir hatten ja die Berge, die Wälder und Wiesen. Wir konnten ungestört unsere Grenzen suchen, und ich versichere Ihnen, wir haben sehr viele davon in echter Erinnerung. Kaum eine Woche verging, dass nicht einer von uns zu weit ging, die Naturgesetze mit der eigenen Kraft maß und dabei oftmals schmerzliche Erfahrungen sammeln musste. Nun ja, der Arzt war ungefähr 2 Fuß-Stunden entfernt , die einzige Verbindung mit der Zivilisation eine kleine Gondelseilbahn . Wir bekamen Umschläge, Kräuterwickel, vom Vater selbstgesammelten Tee und wenn wir Glück hatten, nicht allzu große Schelte. Es hat uns grundsätzlich wohl stark gemacht, Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der hautnahe Kontakt mit einem Nest von Waldwespen, demzufolge jedes von uns 5 Kindern mit zahlreichen Stichen und daraus resultierenden Fieberschüben über einige Tage zutiefst im Bette lagen . Mit Mutters nicht sehr wohl riechenden, aber heilsamen Ganzkörperkompressen umwickelt, deren kühlenden und schmerzstillenden Inhalt ich bis heute nicht vollständig analysieren konnte, erlangten wir jedoch alsbald wieder unsere volle Gesundheit.

Meine kleine Schwester Annele wurde mit Down Syndrom geboren, Natürlich war auch sie bei unseren abenteuerlichen Unternehmungen meist dabei, denn wir lieben sie sehr. Gott sei Dank mussten wir sie oftmals bei unseren Unternehmungen beschützen, was uns wohl- in weiterem Sinne- auch vor unseren eigenen, allzu riskanten Taten , selber schützte. Als Naturparadies bekannt wurde das Sonderdach auch für Menschen, die vom Schicksal weniger begünstigt wurden. So kamen jedes Jahr die deutschen Kinder und Jugendlichen des damaligen Contergan Skandals zu uns in die "Sommerfrische" in die Berge ! Dies wurden unsere besten Kumpels und Spielkameraden. Wir zeigten Ihnen all unser Kunststücke in der Natur. Für uns war es im Gegenzug bewundernswert, wie flink und behände sie mit Ihren körperlichen handicap´s zurechtkamen. Berührungsängste gab es nicht, Integration wurde selbstverständlich gelebt.

Für uns waren die Alpen Spielwiese, Erfahrungsparadies und Therapielandschaft, ein Symbol für Naturkraft und Gesundheit. Die von der Natur gebotenen Heilmittel wurden im Alltag ebenso als Selbstverständlichkeit eingesetzt. Unser " Daheim" umfasste unseren kleinen Berg Gasthof, einzig eine Nachbarsfamilie und im Frühjahr die Bauern, die mit den Vieh bei uns Zwischenstation machten, bevor auf die Hochalpe weitergezogen wurde. Somit bekamen wir auch Einblick in den funktionierenden Kreislauf der Bregenzerwälder Landwirtschaft, die hohe Wertschätzung der Bauern für ihr Weideland, das es mit eigener Kraft zu bewirtschaften galt. Noch heute sehe ich das verständnislose Kopfschütteln meines Vaters und das resolute und zornige Abwinken der Altbauern, wenn ein "modernen Jungbauer" versuchte, die Vorteile von Kunstdünger mit Ertragssteigerung zu argumentieren. Diese, von der Natur und harten Arbeit gezeichneten Menschen argumentierten nicht dagegen, Ihre jahrelangen Erfahrungen gaben ihnen einfach recht. Stark gelebte Werte prägen, Einfachheit wird wertvoll, schlichte Zufriedenheit zu Reichtum, die Natur zur Schatzkammer für unser Wohlergehen. 

Nun ist es uns eine ganz besondere Freude, eben von dieser Berglandschaft, aus dieser Region unser Bergheu zu erhalten und unsere Heimat damit auch andern zugänglich zu machen. Die Heuernte dürfen wir mit unserer befreundeten Bergbauernfamilie eigenhändig mit einbringen und wir garantieren Ihnen, jeder Halm, der in die Himmelgrün Bergheukissen gelangt, trägt diese Werte und dieses Potential an natürlicher Kraft und Intensität in sich! 

Die Kräuter der heimischen Berge: 

Rosmarin, Dost, Alpenarnika, Frauenmantelkraut, Silbermäntelchen, Alpenveilchen, wilder Thymian, Alpenfarn, Zinnkraut, wilde Minze, .....all das und unendlich viel mehr wächst und gedeiht noch auf dem Sonderdach oberhalb von Bezau, wo meine beiden Schwestern Berghild mit Annele heute noch den Berggasthof meiner Eltern führen. 

Überzeugen Sie sich davon, der Bregenzerwald, das Naturparadies und Genussregion ist eine Reise wert. 

Himmelgrün : Heidegger Innauer Waltraud